Wiko Rainbow im Test

Wiko Rainbow Display: hochwertiges 5 Zoll HD-Display mit IPS-Technologie

Das in diversen bunten Gehäusefarben angebotene Wiko Rainbow mischt die aktuelle Smartphone-Mittelklasse gehörig auf. Noch nie gab es so viel Ausstattung zu einem so günstigen Preis. Wir testen daher, ob das farbenfrohe Android-Smartphone des französisch-chinesischen Herstellers auch mit einer guten Verarbeitung und im normalen Alltagsgebrauch überzeugen kann.

Wiko Mobile: aktuelle Technik zu fairen Preisen

Erst im Jahr 2011 gegründet und bereits die Nummer 3 auf dem französischem Smartphone-Markt: Wiko Mobile scheint viele Dinge richtig zu machen. Mehrheitlich zugehörig zu dem großen chinesischen Hersteller Tinno, versucht Wiko durch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis und einem kundenfreundlichen Service-Konzept den namhaften Smartphone-Anbietern auch hierzulande einige Marktanteile abzunehmen. Mit dem neuen Rainbow bringt Wiko nun ein günstiges Mittelklasse-Android-Smartphone, welches der Konkurrenz das Fürchten lehren soll.

Was bietet das Wiko Rainbow?

Für etwa 100 Euro bekommt man mit dem Wiko Rainbow ein Android-Smartphone in sieben aktuellen Farbvarianten mit einem 5-Zoll IPS-Display in einer 1.280 x 720 Pixel HD-Auflösung. Es bietet Unterstützung von zwei UMTS SIM-Karten, einen microSDHC-Karten-Slot zur Speichererweiterung und eine 8 MP-Kamera mit LED-Blitz und HDR-Support. Eine aktuelle Quad Core CPU von MediaTek mit 1 GB Arbeitsspeicher und 4 GB Flash-Speicher stellt die technische Grundlage, die von einem wechselbaren 2.000 mAh Akku angetrieben wird. Das Ganze verpackt Wiko in ein halbwegs kompaktes Gehäuse, umgeben aus einer farbigen Kunststoff-Rückseite und einer Front aus gehärtetem Glas. Die gesamten technischen Daten sind in detaillierter Form in der tabellarischen Ansicht unten zusammengefasst.

Als Betriebssystem kommt ein Stock Android in der Version 4.2.2 „Jelly Bean“ zum Einsatz, welches Wiko nur an wenigen Stellen angepasst hat. Auf der Support-Seite des Herstellers steht inzwischen ein Update auf das aktuellere Android 4.4.2 „KitKat“ bereit, samt einer ausführlichen Installationsanleitung. Das wiederum ist in dieser Preisklasse sehr lobenswert, denn viele andere günstige Smartphones erhalten nach ihrer Auslieferung keinerlei Updates mehr.

Technische Daten

Der farbige Akkudeckel des Wiko Rainbow ist mit einem Handgriff gelöst. Das Innenleben des Rainbow ist in der auffälligen Farbe Türkis gehalten, was der Farbgebung des Hersteller-Logos entspricht. Sobald das Backcover wieder montiert ist, fällt diese jedoch nicht mehr auf.

Der farbige Akkudeckel des Wiko Rainbow ist mit einem Handgriff gelöst. Das Innenleben des Rainbow ist in der auffälligen Farbe Türkis gehalten, was der Farbgebung des Hersteller-Logos entspricht. Sobald das Backcover wieder montiert ist, fällt diese jedoch nicht mehr auf.

Wiko Rainbow 5-Zoll Dual-SIM Android-Smartphone
Anzahl SIM-KartenDual-SIM: 2 Mini-SIM-Slots,
beide Slots sind 3G / UMTS-fähig,
zeitgleich kann nur eine SIM im 3G-Netz aktiv sein
Android-VersionAndroid 4.2.2 "Jelly Bean" bei Auslieferung,
Update auf Android 4.4.2 "KitKat" steht online zum Download bereit
Display5 Zoll Diagonale, kapazitiver IPS-Touchscreen,
Auflösung von 1.280 x 720 Pixel (entspricht 294 ppi)
Prozessor-TypMediaTek Quad-Core 1,3 GHz, Model: MT6582
Interner Speicher4 GB Flash ROM, erweiterbar bis 64 GB über microSD-Karte,
1 GB RAM
KonnektivitätUMTS: ja (HSPA+ 21 Mbit/s maximale Empfangsrate),
LTE: nein,
WLAN IEEE 802.11b/g/n
Bluetooth 4.0,
GPS (A-GPS)
Anschlüsse3,5 mm Klinkenbuchse (Kopfhöreranschluss),
Micro-USB-Port mit Host-Funktion sowie als Netzteilanschluss,
microSD Kartenfach (max. 64 GB)
Kamera8,3 Megapixel Hauptkamera mit LED-Blitzlicht,
2 Megapixel Frontkamera,
Videoaufnahme in Full-HD Auflösung (1.920 x 1.088 Pixel)
Akkuwechselbarer Akku mit 2.000 mAh Kapazität,
ausreichend für bis zu bis zu 260 Stunden Standby
LieferumfangWiko Rainbow, Micro-USB-Ladekabel, USB-Netzadapter, Kopfhörer, Kurzanleitung
Abmessungen146,0 x 74,0 x 9,3 mm (Länge, Breite, Höhe)
Gewichtca. 167 Gramm

Verarbeitung und Haptik sind hochwertig

Beim ersten Auspacken des Wiko Rainbow sind wir überrascht, wie gut das 5-Zoll-Smartphone in der Hand liegt. Der komplett umschließende farbige Akkudeckel des Rainbow ist leicht angeraut, sodass das Gerät dadurch sehr griffig und vor allem sicher zu handhaben ist. Das Gewicht von 167 Gramm verzeiht man dem Rainbow daher gerne.

Das rückseitige Cover und alle seitlich angebrachten Tasten sind aus Kunststoff hergestellt. Diese Materialwahl geht angesichts des günstigen Preises in Ordnung. Das Cover ist dennoch von guter Qualität, es biegt sich bei Druck nicht durch und auffällige Spaltmaße sind keine zu erkennen. Auch der Rest des Wiko Rainbow ist prima verarbeitet. Rein äußerlich sieht man dem Rainbow seinen günstigen Preis tatsächlich nicht an. Als nettes Detail ist auch der Telefonlautsprecher oberhalb des Displays in der Farbe des Akkudeckels gehalten.

5-Zoll IPS-Display: Größe und Qualität überzeugen

Das 5-Zoll IPS-Display mit der Auflösung von 1.280 x 720 Pixeln ist eines der Highlights des Wiko Rainbow. Die fehlende Full-HD-Unterstützung stört uns nicht, denn selbst bei der gebotenen 720p HD-Auflösung sind bei einem normalen Betrachtungsabstand nur schwer einzelne Bildpunkte zu erkennen. Das Display zeigt sich zudem recht leuchtstark und bietet einen guten Betrachtungswinkel. Erst als wir das Smartphone in einem größeren Winkel von schräg oben oder unten betrachten, flachen die Farben leicht ab und der Kontrast lässt etwas nach. Alles in allem ist das verbaute Display in seiner Größe und Qualität jedoch ein positives Novum in dieser Preisklasse.

Zum Schutz des Displays hat Wiko gehärtetes Glas auf der Frontseite verbaut. Es handelt sich dabei jedoch nicht um das bekannte Gorilla-Glas. Auch wenn gehärtetes Glas gegen Kratzer unempfindlich ist, sollte man sich damit besser etwas in Acht nehmen. Anfänglich fällt uns auf, dass das Display in der Bedienung etwas ungriffig ist: Die Finger flutschen nicht so richtig gut darüber hinweg. Im Laufe des Test verliert sich dieser Effekt jedoch. Scheinbar gibt es herstellungsbedingte Gründe, die dazu führen, dass das gehärtete Display-Glas erst ein wenig benutzt werden muss, bis sich schließlich eine glatte Oberfläche ergibt. Wer mag, kann mit einem Microfasertuch nachhelfen, um das Display schneller glatt zu bekommen. Nach ein paar Tagen im Gebrauch haben wir von der anfänglichen Ungriffigkeit nichts mehr bemerkt.

Sehr gute 8-Megapixel Kamera

Neben dem überzeugenden Display ist die 8-Megapixel Kamera ein weiteres Highlight des Wiko Rainbow. Dessen Fotos bieten eine sehr gute Detailschärfe und eine natürliche Farbwiedergabe, wie die beiden nachfolgenden Beispiel-Fotos zeigen. Von einem Smartphone der 140 Euro-Preisklasse hätten wir eine so gute Fotoqualität definitiv nicht erwartet. Bei schwierigen Lichtverhältnissen lässt sich der HDR-Modus hinzuschalten, der ebenfalls gute Arbeit leistet. Auch der Auslöser reagiert nahezu verzögerungsfrei. Das „c’t Magazin für Computertechnik“ bescheinigt dem Wiko Rainbow in einem Testbericht in der Ausgabe 9/2015 die beste Kamera des gesamten Testfeldes von Smartphones unter 150 Euro, dank ihrer natürlichen Farben und einer guten Belichtung.

Die Kamera-App bietet ansonsten Standard-Features, wie z.B. einen Panorama-Modus und eine Funktion zum Erkennen von lächelnden Personen. Ein Bild-Radierer und der beschriebene HDR-Modus runden die solide Foto-App ab. Das Wiko Rainbow empfiehlt sich aufgrund der guten Foto-Ergebnisse als ein prima Kamera-Smartphone, mit dem das Fotografieren Spaß macht. Die Front-Kamera eignet sich mit ihren 2-Megapixeln immerhin noch für Videotelefonie und ein schnelles Selfie zwischendurch.

Dual-SIM Funktion: vorbildlich in Android integriert

Wie alle Geräte von Wiko ist auch das Rainbow Dual-SIM fähig. Beide Karten-Slots sind in der Mini-SIM-Variante ausgeführt. Dieser stellt den aktuellen SIM-Karten-Standard dar, sodass viele Leute vermutlich noch diese Art von SIM nutzen dürften. Ein Wechsel zu einer der neueren Micro- oder Nano-SIM Varianten ist daher nicht notwendig, was uns gut gefällt. Diese lassen sich aber notfalls über Sim-Karten-Adapter einbauen. Die Dual-SIM-Funktion hat Wiko vorbildlich in Android integriert. Da macht sich die Erfahrung von Wiko Mobile mit Dual-SIM-Smartphones bemerkbar. Beide Rufnummern sind gleichzeitig erreichbar. Falls notwendig, kann jede SIM auch separat deaktiviert werden, was z.B. praktisch bei der Trennung der geschäftlichen und privaten Erreichbarkeit ist.

Es lässt sich detailliert einstellen, welche der beiden SIM-Karten standardmäßig für die Datennutzung, zum Simsen und zum Telefonieren genutzt werden soll. Beide SIM-Karten-Slots sind zwar UMTS-fähig, aber nur jeweils eine kann Daten im UMTS-Netz austauschen, die andere SIM nutzt dann den langsameren GPRS-Modus. Praktisch ist auch die Zuweisung von Kontakten zu einer speziellen SIM-Karte, sodass die zugehörige SIM dann für abgehende Anrufe genutzt wird. Alles in allem ist die Dual-SIM-Fähigkeit des Wiko Rainbow eine tolle Funktion, die wir uns auch für viele andere Smartphones wünschen würden. Natürlich kann das Rainbow alternativ auch nur mit einer einzigen SIM umgehen.

Die Dual-SIM Funktion hat Wiko vorbildlich in Android integriert: So lässt sich z.B. genau einstellen, welche der beiden SIM-Karten standardmäßig für Telefonanrufe oder Datenverbindungen genutzt werden soll.

Die Dual-SIM Funktion hat Wiko vorbildlich in Android integriert: So lässt sich z.B. genau einstellen, welche der beiden SIM-Karten standardmäßig für Telefonanrufe oder Datenverbindungen genutzt werden soll.

GPS-Navigation im Auto: schnell und genau

Bei einigen älteren Modellreihen hatte der Hersteller Wiko Probleme mit der GPS-Funktionalität: Das Signal war teilweise ungenau, eine Navigation im Auto war nicht zufriedenstellend möglich. Doch Wiko hat die Probleme bei seinen neueren Modellreihen gelöst. Beim getesteten Wiko Rainbow funktioniert die PKW-Navigation tadellos, die aktuelle Position wird dank A-GPS innerhalb weniger Sekunden gefunden und ist im direkten Vergleich mit einem iPhone 5 sogar recht genau. Dank des bereits vorinstallierten Google Maps kann das Rainbow daher bedenkenlos als Navigationsgerät genutzt werden. Im Google Play Store lassen sich alternativ auch spezialisierte GPS-Navigations Apps herunterladen, die einen höheren Funktionsumfang bieten.

Software-Ausstattung

Das Wiko Rainbow wird noch mit der etwas älteren Android-Version 4.2.2 ausgeliefert. Inzwischen bietet der Hersteller auf seiner Support-Seite jedoch ein Update auf das aktuellere Android 4.4.2 alias KitKat zum Download an. Eine ausführliche Anleitung beschreibt den notwendigen Update-Prozess, sodass dieses auch von Technik-Laien gut zu schaffen sein sollte.

Prima finden wir, dass Wiko auf ein Stock-Andoid setzt, sozusagen das Original-Android-System, welches auch bei den bekannten Google Nexus Geräten zum Einsatz kommt. Andere Hersteller basteln häufig eigene Benutzeroberflächen oder installieren diverse eigene Erweiterungen, die dann später ein Update auf ein aktuelleres Android erschweren oder gar verhindern können. Wiko belässt das Android jedoch weitestgehend im Originalzustand und installiert nur wenige (dafür aber sinnvolle) App-Zugaben. So gibt es z.B. mit TouchPal eine vorinstallierte Swipe-Tastatur-App, die den Schreibkomfort deutlich erhöht. Die empfehlenswerte AntiVirus-App von TrustGo ist ebenso vorhanden, wie eine Notiz- und Aufgaben-App sowie ein Dateimanager und eine FM-Radio-App.

Mit Smart Gesture hat Wiko im Rainbow eine Gestensteuerung für Android eingebaut, die es erlaubt, das Smartphone mit dessen Näherungssensor zu steuern. So lässt sich das Gerät mit einem Wisch über das Display entsperren oder auch ein Foto aufnehmen, indem man die Hand über den Sensor hinweg zieht.

Das Wiko Rainbow Smartphone wird geliefert mit folgendem Zubehör: ein Micro-USB-Ladekabel, ein Netzstecker, ein brauchbarer Kopfhörer sowie eine deutsche Anleitung.

Das Wiko Rainbow Smartphone wird geliefert mit folgendem Zubehör: ein Micro-USB-Ladekabel, ein Netzstecker, ein brauchbarer Kopfhörer sowie eine deutsche Anleitung.

Performance im Alltagsgebrauch

Die Quad-Core-CPU des Wiko Rainbow aus dem Hause MediaTek ist mit 1,3 Gigaherz getaktet, was für eine angenehm flüssige Bedienung sorgt. So bemerken wir keinerlei Ruckler im Umgang mit der mit der Android Oberfläche und auch der Wechsel vom Porträt- in den Landscape-Modus beim Querstellen des Smartphones gelingt dem Rainbow ohne merkliche Verzögerung. Benchmarks können zwar letztlich nur einen groben Anhaltspunkt über die realitätsnahe Performance eines Gerätes geben, dennoch haben wir auf dem Wiko Rainbow mal den bekannten AnTuTu Benchmark durchgeführt. Dieser ermittelt mit seinen knapp 17.000 Punkten einen Score, der zwischen einem Samsung Galaxy S3 und einem Google Nexus 4 einzuordnen ist, ein ordentlicher Wert für ein aktuelles Mittelklasse-Smartphone.

Die Spiele-Performance des Wiko Rainbow ist ausreichend für Games, die grafisch keinen allzu großen Anspruch haben, wie z.B. das beliebte Clash of Clans. Bei High-End-Spielen mit detaillierter 3D-Grafik, wie das aktuelle Asphalt 8, kommt die Performance merklich an ihre Grenzen, es kommt teilweise zu wahrnehmbaren Rucklern und das Gerät erwärmt sich beim Spielen deutlich auf der Rückseite. Für Hardcore-Gamer empfiehlt sich daher eher ein potenteres Smartphone der Oberklasse mit einem dedizierten Adreno-Grafikkern.

Mit der YouTube-App scheint das Wiko Rainbow in der aktuellen Firmaware ein Problem zu haben. Es kommt immer mal wieder zu Synchronitätsproblemen und kleinen Rucklern. Das es sich dabei um kein Hardware-Problem des Wiko Rainbow handeln kann, belegen alternative Apps, wie z.B. der Wondershare Player. Dieser spielt dieselben YouTube-Videos auf dem Rainbow flüssig ab. Es ist davon auszugehen, dass Wiko diesen Fehler mit dem nächsten automatischen Software-Update beheben wird.

Wenig Speicherplatz: kein Problem dank App2SD-Unterstützung

Der integrierte Speicher des Wiko Rainbow umfasst nur magere 4 GB. Neben Android bleiben davon nur noch etwa 2,3 GB für Apps und Daten übrig, die Partitionsübergreifend zusammengefasst sind. Wer gerne fotografiert oder einige Spiele installiert, stößt dabei schnell an die Speicherobergrenze, sodass kein Weg an einer Erweiterung mit einer microSD-Karte vorbeigeht.

Wir haben mit dem Rainbow Karten bis zu 64 GB-Speicher erfolgreich getestet. Inzwischen gibt es diese bereits für wenige Euro zu kaufen, die für das Rainbow jedoch gut investiert sind. Denn dank der Unterstützung der sogenannten App2SD-Funktion lassen sich speicherintensive Apps auf die microSD-Karte verschieben und so zusätzlich Speicher einsparen. Mit welchen Apps das funktioniert, zeigt die App-Info in Android netterweise direkt an. So lässt sich der knapp bemessene 4 GB-Speicher letztlich gut verschmerzen.

Akku: wechselbar und ausdauernd

Der Akku des Wiko Rainbow hat eine Nennladung von 2.000 mAh. Wiko gibt eine maximale Standby-Zeit von etwa 11 Tagen und eine Gesprächszeit von ca. 16 Stunden an. Im normalen Alltagsgebrauch hielt der Akku des Rainbow während unseres Testzeitraums immerhin 2 volle Tage lang durch. Bei weitem keine Selbstverständlichkeit für ein Smartphone mit einem stromhungrigen 5-Zoll Display. Viele andere Geräte machen da schon mal nach einem Tag schlapp.

Die Akkulaufzeit des Wiko Rainbow weiß also zu überzeugen. Wenn der Akku dann doch mal zuneige gehen sollte, lässt er sich problemlos gegen einen Ersatzakku tauschen. Der wechselbare Akku des Rainbow ist eine prima Sache bei intensiver Nutzung und widersetzt sich damit dem fragwürdigen Trend der „Wegwerf-Smartphones“ mit einem fest-verbauten Akku.

Alternative: Wiko Rainbow 4G mit LTE-Unterstützung

Wiko Mobile bietet mit dem Rainbow 4G auch eine LTE-Variante des hier getesteten Smartphones an, welches eine maximale Datenrate von 150 Mbit/s unterstützt. Im Vergleich: das Wiko Rainbow schafft es im UMTS-Netz bis maximal 21 Mbit/s Datendurchsatz. Wessen Mobilfunktarif den LTE-Standard einschließt, der sollte sich daher das Wiko Rainbow 4G LTE Smartphone einmal genauer ansehen.

Der Aufpreis von etwa 20 Euro gegenüber der normalen UMTS-Variante erscheint zudem noch akzeptabel, denn der interne Speicher ist beim Rainbow 4G zusätzlich um weitere 4 GB auf nun 8 GB angewachsen. Schade ist lediglich, dass Wiko Mobile beim LTE-Rainbow den zweiten SIM-Karten-Slot eingespart hat. Wer auf die Dual-SIM-Funktion nicht verzichten mag und sowieso keinen LTE-fähigen Tarif besitzt, der greift daher besser zum ohnehin günstigeren Wiko Rainbow Dual-SIM Smartphone.

Pro

  • Das 5-Zoll HD-Display ist leuchtstark und bietet eine gute Auflösung
  • Dual-SIM: gleichzeitige Nutzung von zwei SIM-Karten möglich
  • Die 8 Megapixel-Kamera macht Fotos mit einer sehr guten Detailschärfe und Farbtreue
  • Der Akku ist austauschbar
  • Die Quadcore-CPU sorgt für eine flüssige Bedienbarkeit
  • Insgesamt ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

Contra

  • Displayfront aus gehärtetem Glas ist nicht so widerstandsfähig wie Gorilla-Glas
  • LTE-Mobilfunk wird nicht unterstützt

Fazit und Empfehlung

Das Wiko Rainbow ist ein erstaunlich gutes Dual-SIM Smartphone der Mittelklasse, mit einer sehr guten Kamera und einem überzeugenden HD-Display. Die gute Haptik und die ansprechende Verarbeitung lassen auf ein wesentlich teureres Android-Smartphone schließen. Wer gerne Fotos mit seinem Smartphone macht, der dürfte sich über die gebotene Fotoqualität der eingebauten 8-Megapixel-Kamera des Wiko Rainbow freuen. Die integrierte Quad-Core-CPU sorgt für eine flüssige Bedienung, kann aber bei grafisch anspruchsvollen Spiele nicht mit der Smartphone-Oberklasse mithalten.

Das nahezu unangetastete Android-System ist ein erfreulicher Trend gegenüber den oft überladenen Benutzeroberflächen der Konkurrenz. Mit 4 GB ist der eingebaute Flash-Speicher zwar etwas gering ausgefallen, jedoch lässt sich dieser Makel durch die Erweiterung mit einer MicroSD-Karte für wenige Euro beheben. Durch die hervorragend umgesetzte Dual-SIM-Funktion empfiehlt sich das Wiko Rainbow unter anderem für Leute, die unter zwei verschiedenen Rufnummern erreichbar sein müssen.

Wiko Mobile hat mit dem Rainbow einen echten Preis-Leistungs-Champion auf den deutschen Markt gebracht, an dem sich die Konkurrenz wohl eine Zeit lang die Zähne ausbeißen wird. Wer ein solides Dual-SIM Android-Smartphone mit einem 5 Zoll-Display in dieser Preisklasse sucht sucht, der wird momentan kein anderes Gerät finden, welches dem Wiko Rainbow das Wasser reichen kann.

Bilder und Screenshots des Wiko Rainbow Dual-SIM Smartphones

Testbericht: Wiko Rainbow
Veröffentlicht von: Jens Kobusch
Datum: 9. Juni 2014 – zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2016
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Empfehlung:
Das Wiko Rainbow ist ein solides Dual-SIM 5-Zoll Android-Smartphone mit einer prima Foto-Kamera und einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis!
4.5



  • Aktuell gibt es das Wiko Rainbow im Bundle mit einer 32 GB microSD-Karte beim Online-Shop von Cyberport zu einem Aktionspreis von nur 149,00 Euro. Dieser Preis wäre auch ohne die beiliegende 32 GB microSD schon ein Schnäppchen. Hier der Link zum Angebot von Cyberport.de

    • Leider ist das Schnäppchen-Angebot des Wiko Rainbow im Bundle mit einer 32 GB microSD-Karte bei Cyberport inzwischen ausverkauft.

  • Wer einen ersten Blick auf das brandneue 5-Zoll Smartphone Wiko Getaway werfen möchte, dem sei das Unboxing und der ausführliche Video-Testbericht auf dem Blog von Klaus Reiter unter http://www.TechnoViel.de ans Herz gelegt. Mit etwas Glück lässt sich das Getaway sogar hier gewinnen.

  • John Goritz

    Wie kritisch seht ihr das nicht vorhandene Gorilla-Glas? Heißt das konkret eine deutlich höhere Bruchgefahr? Vielen Dank schon mal!

    • Die erhöhte Bruchgefahr sehe ich beim Wiko Rainbow eigentlich weniger, weil das rückseitige Kunststoff-Cover auch die Seiten des Smartphones umschließt. Sollte das Wiko also mal herunterfallen, dann dürfte das Cover wohl das meiste abfedern. Das Displayglas ist zudem mit einem minimalen Spalt zum Rahmen hin eingelassen, sodass das Rainbow schon sehr unglücklich auf die Frontseite fallen muss, um einen größeren Schaden zu nehmen. Bei einem solchen Fall ist aber auch Gorilla-Glas nicht vor Bruch geschützt, wie z.B. viele Erfahrungsberichte von zersplitterten iPhones im Internet zeigen.

      Mache Dir also um die Bruchgefahr nicht ganz so viele Gedanken. Wichtiger ist eigentlich eher, dass das gehärtete Glas etwas kratzempfindlicher ist. Aber hierfür gibt es diverse Displayschutzfolien, die man auf das Display klebt um es vor Kratzern zu schützen. In Summe kann ich Dir das Wiko Rainbow wirklich empfehlen. Mit dem aktuellen Update auf Android 4.4 KitKat hat das Smartphone noch einmal deutlich an gefühlter Leistung und Batterielaufzeit gewonnen, wie ich finde. Für den günstigen Preis gibt es momentan nur wenig konkurrierende Geräte.