Powerbank Test: EasyAcc, Anker und RAVPower

Powerbank Testfeld Übersicht

Fast jeder Smartphone-Besitzer dürfte das Problem kennen: der Akku geht schnell zuneige, manchmal sogar in den ungünstigsten Situationen, weit weg von der nächsten Steckdose. Ob beim Zelten oder auf einer Wanderung, Powerbanks sind inzwischen eine beliebte Möglichkeit, Smartphones und Tablets auch unterwegs mit Strom zu versorgen. Einige Hersteller integrieren in der aktuellen Generation ihrer externen Akkus einen intelligenten Lademechanismus, um die aufzuladenden Geräte stets mit der maximalen Stromstärke zu versorgen. Grund genug, die neuen Powerbanks von drei großen Herstellern einem intensiven Test zu unterziehen.

Wie funktioniert eine Powerbank?

Eine Powerbank ist technisch gesehen eine externe Akku-Box, in der meist Lithium-Polymer-Akkus verbaut sind. Diese geben ihre Energie über eine oder mehrere USB-Buchsen an andere Verbraucher ab, typischerweise bei einer Spannung von 5 Volt. Eine integrierte Lade- und Entlade-Steuerung sorgt hierbei für einen geordneten Ladevorgang, sodass Überladungen und Kurzschlüsse ausgeschlossen werden. Über eine kleine Micro-USB-Buchse lassen sich die Powerbanks entsprechend selber aufladen. Ihr Ladezustand kann in der Regel über eine integrierte LED-Anzeige abgelesen werden.

Powerbanks gibt es mit verschiedenen Ladungskapazitäten zu kaufen, angefangen von etwa 2.000 mAh bis weit über 20.000 mAh hinaus. Doch wer weiß mit diesen Angaben schon etwas anzufangen? Letztendlich zählt bei der Auswahl einer Powerbank nur ein Kriterium: wie oft lässt sich hiermit ein Smartphone oder Tablet aufladen? Bei unserem Test haben wir unser Hauptaugenmerk daher auf genau diese Fragestellung gelegt. Interessant ist hierbei, dass die Hersteller in der Spezifikationen die Gesamt-Kapazität der verbauten Akkus ausweisen. Die Energie, welche die Powerbank letztlich an ein Smartphone abgeben kann, liegt häufig nur etwa bei 70 – 80 % der beworbenen Kapazität.

Wir haben die getesteten Powerbanks daher an einem Multimeter betrieben, um die maximal abgegebene Ladungsmenge in Milliamperestunden mAh festzustellen. Anhand dessen lässt sich die Anzahl der Ladevorgänge für ein USB-Gerät berechnen, sofern die Akku-Kapazität bekannt ist.

Bewertungskriterien: nutzbare Kapazität und Stromstärke

Neben der nutzbaren Kapazität, dem Gewicht und der Größe einer Powerbank, ist die maximale Stromstärke beim Ladevorgang ein wichtiges Kriterium bei der Bewertung. Ein Apple iPhone 6s lädt z.B. optimal bei mindestens 1 Ampere, wohingegen ein iPad Air mehr als 2 Ampere beziehen kann. In älteren Powerbanks gab es daher meist USB-Buchsen mit festen Stromstärken, je eine mit 1- und 2 Ampere.

In den Powerbanks der neuesten Generation gibt es dagegen mehrere gleichwertige Ladebuchsen, die über eine integrierte Ladeautomatik eine variable Stromstärke liefern können. Hierzu „analysiert“ die Powerbank-Elektronik die angeschlossenen Geräte und erhöht die Ladeleistung automatisch auf den maximalen Wert. Die Technologie, die dahinter steckt, nennt jeder Hersteller etwas anders. Bei EasyAcc heisst diese „Smart Power“, Anker dagegen bezeichnet diese Funktion als „PowerIQ“ und bei RAVPower nennt sie „iSmart“.

Im direkten Größenvergleich von links nach rechts: EasyAcc 10000 mAh Powerbank PB10000CF, RAVPower 10400 mAh Powerbank und die Anker PowerCore 10400 mAh

Im direkten Größenvergleich von links nach rechts: EasyAcc 10000 mAh Powerbank PB10000CF, RAVPower 10400 mAh Powerbank und die Anker PowerCore 10400 mAh

Das beste Preis-Leistung-Verhältnis erhält man derzeit bei Powerbanks mit einer Kapazität von etwa 10.000 mAh, die zudem einen guten Kompromiss aus Größe und Gewicht darstellen. Bei der Auswahl für diesen Testbericht konzentrieren wir uns daher auf diese Kapazitätsgrenze. Weitere Orientierung hierbei gibt uns die Bestseller-Liste von Amazon, in welcher die Powerbank PB10000CF von EasyAcc weit oben zu finden ist, ebenso wie die Powerbank 10400 der Powercore-Baureihe des US-amerikanischen Herstellers Anker. Der ebenfalls aus den USA stammende RAVPower 10400 mAh rundet das Testfeld ab.

EasyAcc 10000 mAh Powerbank PB10000CF

Bei der EasyAcc 10000 mAh Powerbank PB10000CF handelt es sich bereits um die zweite überarbeitete Version des erfolgreichen Vorgängers. EasyAcc hat die Ausmaße und das Gewicht weiter verringert und zugleich eine automatische Aushandlung der maximalen Ladeleistung integriert. Als nette Beigabe lässt sich die Powerbank dank einer kleinen integrierten LED auch als (Not-)Taschenlampe benutzen. Die maximale Ausgangsleistung von 2,4 Ampere teilen sich die beiden USB-Buchsen, was ausreichend dimensioniert ist, um zeitgleich zwei Smartphones oder ein Tablet aufzuladen.

An wichtigen Sicherungsmechanismen hat EasyAcc trotz des günstigen Preises nicht gespart, so ist z.B. ein Schutz gegen Kurzschluss, Überhitzung, Überspannung am Ein- und Ausgang, sowie ein Überlade- und Entladungsschutz verbaut. Die EasyAcc Powerbank kann parallel zwei Geräte versorgen, während sie selber aufgeladen wird – vorausgesetzt, der Netzstecker bietet ausreichend Leistung. Diese Funktion haben bisher leider nur wenige Powerbanks und ist daher ein erwähnenswertes Merkmal von EasyAcc.

Die Verarbeitungsqualität der EasyAcc Powerbank ist hochwertig, wenn auch weitestgehend aus Polycarbonat hergestellt. Es gibt keine auffälligen Spaltmaße und das Gehäuse lässt sich weder eindrücken, noch verwinden. Die Powerbank fällt mit etwa 15 Millimetern angenehm flach aus und füllt etwa die Grundfläche eines iPhone 6s Plus, was diese zu einer der kompaktesten Powerbanks auf dem Markt macht. Sie lässt sich daher gut zusammen mit dem Smartphone in einer Hand halten, um z.B. während des Aufladens zu telefonieren. Die USB-Buchsen verhalten sich etwas schwergängig beim Herein- und Herausziehen eines Ladekabels, was aber gewollt ist: es kann ein versehentliches Lösen des Ladekabels verhindern, z.B. bei Verwendung in einer Tasche. Ein kleiner Kritikpunkt gilt dem beiliegende Micro-USB-Kabel, welches mit einer Länge von nur 20 cm durchaus hätte länger ausfallen dürfen.

Die EasyAcc 10000 mAh PB10000CF ist mit etwa 15 Millimetern Höhe momentan eine der dünnsten und handlichsten Powerbanks auf dem Markt.

Die EasyAcc 10000 mAh PB10000CF ist mit etwa 15 Millimetern Höhe momentan eine der dünnsten und handlichsten Powerbanks auf dem Markt.

EasyAcc erreicht mit der von uns gemessenen nutzbaren Kapazität von 6.390 mAh etwa 70% der Gesamtkapazität des Akkus, was im Rahmen der üblichen Verluste durch den Lade- und Entlade-Vorgang liegt. Diese genügen immerhin, um ein iPhone 6s etwa dreieinhalb mal voll aufzuladen (von 0% auf 100%), für ein Samsung Galaxy S6 reicht es noch für zweieinhalb Ladevorgänge.

Neben ihrer handlichen Größe, der integrierten LED-Taschenlampenfunktion für den Notfall, und der diversen verbauten Schutzmechanismen empfiehlt sich die EasyAcc Powerbank auch durch ihr hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis. EasyAcc bietet viel Technik fürs Geld, verpackt in ein ultra-kompaktes Gehäuse.

Anker PowerCore 10400 mAh

Die Firma Anker wirbt mit über 10 Millionen Nutzern die Nummer-eins Amerikas unter den USB-Ladegeräte-Herstellern zu sein. Entsprechend hoch ist die Erwartungshaltung an die Powerbank-Produkte von Anker, schließlich sollte sich diese Erfahrung ja durchaus darin widerspiegeln. Wir haben uns den Anker PowerCore 10400 mAh näher angesehen, der zum Testzeitpunkt preislich etwa der Powerbank von EasyAcc entspricht, sich also in direkter Konkurrenz hierzu befindet. Auch Anker integriert die üblichen Schutzmechanismen, um z.B. vor Überhitzung und Überspannungen zu schützen. Der Anker PowerCore 10400 ist in matt-schwarzem Kunststoff gehalten. Die Verarbeitung ist tadellos, nichts am Gehäuse wackelt oder gibt nach. Die Maße der Anker PowerCore sind gerade noch Hosentaschen-tauglich, sie liegt aber durchaus kompakt in der Hand.

Die Powerbank hat die üblichen zwei USB-Ladebuchsen, die zusammen bemerkenswerte 3 Ampere liefern können. Anker nennt die Technologie zur Erkennung der zu ladenden Endgeräte „PowerIQ“ und kombiniert dieses mit einem sogenannten „VoltageBoost“, um stets die maximal mögliche Ladeleistung zu bieten. Was genau sich technisch hinter „VoltageBoost“ verbirgt, konnten wir letztlich jedoch nicht herausfinden. Die Spannung von 5 Volt ist fest vorgegeben und daher auch nicht veränderlich.

Die Anker Powerbank lässt sich mittels des beiliegenden Micro-USB-Ladekabels an jedem handelsüblichen USB-Netzstecker aufladen und unterstützt hierbei maximal 2 Ampere am Eingang. Vier kleine LED’s zeigen auf Knopfdruck den aktuellen Ladezustand an. Netterweise legt Anker seiner Powerbank eine kleine Aufbewahrungstasche bei, was für unterwegs durchaus hilfreich ist, wie wir finden.

Der Anker Powercore mit 10400 mAh ist 9,7 cm lang, dafür aber etwa 22 Millimeter dick, was ihn gerade noch Hosentaschen-tauglich macht. Im Lieferumfang befindet sich ein ausreichend langes Micro-USB-Kabel, eine Aufbewahrungstasche für unterwegs und eine deutsche Bedienungsanleitung.

Der Anker Powercore mit 10400 mAh ist 9,7 cm lang, dafür aber etwa 22 Millimeter dick, was ihn gerade noch Hosentaschen-tauglich macht. Im Lieferumfang befindet sich ein ausreichend langes Micro-USB-Kabel, eine Aufbewahrungstasche für unterwegs und eine deutsche Bedienungsanleitung.

Die Anker Powerbank erwacht selbstständig beim Einstecken des Ladekabels und beginnt mit dem Ladevorgang des Gerätes. Die integrierten LED’s leuchten während des Ladens dauerhaft in dezentem blau, was aber nicht weiter störend wirkt. Dank der maximal mögliche Ladeleistung von 3 Ampere ist es möglich, ein Smartphone und ein Tablet gleichzeitig zu laden. Viele günstige Powerbanks bieten hier lediglich 2 Ampere Gesamtleistung.

Der Lade-Test mit einem iPhone 6 und einem iPad Air 2 bestätigt, dass das Anker PowerCore 10400 die Ladeleistung dank PowerIQ optimal ausnutzt. Der Ladevorgang dauert etwa so lange, wie mit dem Original-Netzstecker von Apple. Unser iPhone 6 konnte fast vier mal mit einer Powerbank-Ladung aufgeladen werden. Ein iPad Air 2 dagegen konnte bis zu einer Akkustandsanzeige von 92% gefüllt werden. Die effektiv nutzbare Kapazität, die wir gemessen haben, liegt bei 6.790 mAh, was etwa 71% der Gesamtkapazität der verbauten Akkus entspricht.

Der Anker PowerCore 10400 unterstützt leider kein gleichzeitiges Auf- und Entladen, vermutlich zum Schutz der integrierten Akkus. Die Powerbanks anderer Hersteller, wie z.B. auch der hier getestete externe Akku von EasyAcc bieten zwar durchaus diese Funktion, entsagen jedoch auch einer langfristigen Garantie für ihre Produkte. Anker dagegen gibt auf ihre Powerbanks eine 18-monatige Austauschgarantie, was für eine gute Qualität der eingesetzten Lithium-Polymer Akkus sprechen dürfte.

Der Anker PowerCore 10400 ist eine solide Powerbank, die sehr gut verarbeitet ist und dank ihrer maximalen Ausgangsleistung von 3 Ampere auch mühelos ein Smartphone und ein Tablet gleichzeitig aufladen kann. Mehr Power ist für das Geld momentan nicht zu bekommen.

RAVPower 10400 mAh Powerbank

Die US-Firma RAVPower ist spezialisiert auf Laptop- und Smartphone-Batterien, AC-Adapter sowie externe Akkus. Einen entsprechend guten Ruf genießen die Powerbanks von RAVPower. Neben Anker gibt auch RAVPower eine 18-monatige Garantie auf ihre Produkte, was gerade bei Akkus beachtenswert ist, denn diese verschleißen zwangsläufig im Laufe der Zeit und mit der Anzahl ihrer Ladezyklen.

Wir haben uns die RAVPower 10400 mAh Powerbank für unseren Test angesehen. Diese bietet, ebenso wie die beiden Alternativen von EasyAcc und Anker zwei USB-Ladebuchsen. Eine hiervon liefert maximal 2 Ampere, wohingegen die zweite bis zu 1,5 Ampere unterstützt. Diese maximale Ladeleistung ist den Buchsen fest zugeordnet, sodass beim Aufladen zwangsläufig die richtige Buchse zu wählen ist, um nicht versehentlich unterhalb der maximal möglichen Leistung zu bleiben. Leider ist die Ladeleistung der Buchsen an der Powerbank selber nicht erkennbar – eine kleine Markierung wäre hier durchaus hilfreich gewesen.

RAVPower hat eine automatische Aushandlung der maximalen Ladeleistung integriert, sodass beinahe alle Geräte so schnell aufgeladen werden, wie mit ihrem Original-Netzstecker. Immerhin, die RAVPower Powerbank bietet mit 3,5 Ampere die höchste Ladeleistung der von uns hier getesteten Geräte. Es ist daher kein Problem, ein Tablet und ein Smartphone gleichzeitig mit maximaler Leistung mit dieser Powerbank aufzuladen – vorausgesetzt man hat auch die richtige Buchse am RAVPower 10400 gewählt.

RAVPowers USB-Ladebuchsen unterstützen eine automatische Erkennung der maximalen Ladeleitung der angeschlossenen Geräte. Der Hersteller nennt dieses iSmart. Leider ist an den Buchsen selber nicht erkennbar, welche von den beiden für maximal 1,5 bzw. 2 Ampere ausgelegt ist.

RAVPowers USB-Ladebuchsen unterstützen eine automatische Erkennung der maximalen Ladeleitung der angeschlossenen Geräte. Der Hersteller nennt dieses iSmart. Leider ist an den Buchsen selber nicht erkennbar, welche von den beiden für maximal 1,5 bzw. 2 Ampere ausgelegt ist.

Die Verarbeitung der RAVPower Powerbank ist qualitativ hervorragend. Auch hier setzt der Hersteller auf einen schwarzen Kunststoff, doch dieser sieht durchaus wertig aus. Das Gehäuse ist sehr passgenau, es knackt und bewegt sich nichts. Auch die USB-Buchsen sitzen sicher und fest in der Powerbank. Ein integrierter Druckschalter aktiviert die LED-Ladestandanzeige, mittels der sich die restliche Kapazität in 25% Schritten ablesen lässt.

Die RAVPower 10400 mAh Powerbank sticht durch ihre maximale Ladeleitung von 3,5 Ampere positiv hervor und empfiehlt sich daher eher für Anwender, die häufig zwei Geräte gleichzeitig aufladen müssen. Mit den gemessenen 7.170 mAh, die für einen Ladevorgang zur Verfügung stehen, übernimmt der RAVPower den Spitzenplatz in unserem Testfeld. Die übrigen Merkmale sind zwar eher Standardkost, dafür aber von hoher Qualität. Wem eine möglichst handliche Form nicht so wichtig ist und mit dem etwas höheren Preis gegenüber der Konkurrenz kein Problem hat, der bekommt mit der RAVPower 10400 eine solide Powerbank, die jede Situation meistern wird.

Technische Daten im Vergleich

 EasyAcc PB10000CFAnker PowerCore 10400RAVPower 10400 RP-PB07
Kapazität laut Hersteller10.000 mAh
≈ 37,00 Wh
10.400 mAh
≈ 38,48 Wh
10.400 mAh
≈ 38,40 Wh
Ladebuchsen2 x USB Typ A:
2,4 Ampere maximal
2 x USB Typ A:
3,0 Ampere maximal
2 x USB Typ A:
1 x 2,0 Ampere und
1 x 1,5 Ampere,
3,5 Ampere maximal
Maximierung der Ladeleistungja: Smart Powerja: PowerIQja: iSmart
Eingangsbuche1 x Micro-USB:
5 Volt,
2 Ampere maximal
1 x Micro-USB:
5 Volt,
2 Ampere maximal
1 x Micro-USB:
5 Volt,
2 Ampere maximal
Gleichzeitiges Auf- und Entladenjaneinja
Abmessungen144,0 x 75,0 x 14,8 mm (Länge, Breite, Höhe)97,0 x 80,0 x 22,0 mm (Länge, Breite, Höhe)139,0 x 57,0 x 22,0 mm (Länge, Breite, Höhe)
Gewichtca. 228 Grammca. 244 Grammca. 237 Gramm
LieferumfangEasyAcc PB10000CF, microUSB-Ladekabel, BedienungsanleitungAnker PowerCore 10400, microUSB-Ladekabel, Aufbewahrungstasche, BedienungsanleitungRAVPower 10400, microUSB-Ladekabel, Aufbewahrungstasche, Bedienungsanleitung
Besonderheitenintegrierte LED-Taschenlampe--

Messergebnisse: welche Powerbank kann überzeugen?

Unsere Messergebnisse der drei Powerbanks bilden ein sehr ähnliches Bild. Die Kapazität der Akkus liegt jeweils zwischen 6 bis 10 % unterhalb der Herstellerangabe. Von dieser Gesamtkapazität ist wiederum nur etwa 71 % auch für einen Ladevorgang nutzbar. Die restliche Energie geht durch Wandungsverluste verloren, da die Powerbank-Akkuzellen intern mit einer Spannung von 3,7 Volt arbeiten. Die besten Test-Ergebnisse liefert der RAVPower 10400, der mit 7.170 mAh die meiste nutzbare Kapazität bereitstellen konnte. Da alle drei Powerbanks bei den Werten jedoch recht nah beieinander liegen, sollte eine Kaufentscheidung besser anhand der weiteren Eigenschaften gefällt werden: maximale Ladeleistung, Größe und Gewicht einer Powerbank.

 EasyAcc PB10000CFAnker PowerCore 10400RAVPower 10400 RP-PB07
Gesamtkapazität (gemessen)8.975 mAh
≈ 90% der Herstellerangabe
9.515 mAh
≈ 91% der Herstellerangabe
9.743 mAh
≈ 94% der Herstellerangabe
Nutzbare Kapazität6.390 mAh
≈ 71% der Gesamtkapazität
6.790 mAh
≈ 71% der Gesamtkapazität
7.170 mAh
≈ 74% der Gesamtkapazität
Apple iPhone 6s
(1.715 mAh Akku)
3,73 Ladungen3,96 Ladungen4,18 Ladungen
Samsung Galaxy S6
(2.550 mAh Akku)
2,50 Ladungen2,66 Ladungen2,81 Ladungen
Apple iPad Air 2
(7.340 mAh Akku)
0,87 Ladungen0,92 Ladungen0,98 Ladungen
Samsung Galaxy Tab S2
(5.870 mAh Akku)
1,09 Ladungen1,16 Ladungen1,22 Ladungen

Fehlende Netzstecker und prima Verarbeitung

Ein Ärgernis bei den Powerbanks bleibt weiterhin der fehlende Netzstecker zum Aufladen der Powerbank selber. Viele Anwender nutzen daher vermutlich alte USB-Netzstecker, welche die maximal mögliche Leistung gar nicht bieten. Ein kompletter Ladevorgang einer Powerbank wird dadurch unnötigerweise in die Länge gezogen und wird zwangsläufig für Unmut bei den Nutzern sorgen, obwohl die Powerbank hieran keine Schuld trägt.

Äußerst positiv ist uns dagegen die die durchweg hervorragende Verarbeitung der von uns getesteten Powerbanks aufgefallen. Für Geräte, die teilweise unter 20 Euro kosten, ist das sicherlich keine Selbstverständlichkeit. Natürlich wird von den Herstellern aus Kostengründen weitestgehend Kunststoff als Material eingesetzt, jedoch ist dieser recht stabil und durchaus wertig.

Jeder der getesteten Powerbanks hat eine integrierte LED-Ladestandsanzeige, an der sich der aktuelle Ladestand in vier Schritten  ablesen lässt: 0-25%, 25-50%, 50-75% und 75-100%

Jeder der getesteten Powerbanks hat eine integrierte LED-Ladestandsanzeige, an der sich der aktuelle Ladestand in vier Schritten ablesen lässt: 0-25%, 25-50%, 50-75% und 75-100%

Fazit und Empfehlung

Der Markt der Powerbanks ist heiß umkämpft, denn es ist längst zu einem Massenmarkt geworden. Erfreulicherweise ist die Qualität der von uns getesteten Geräte hervorragend, sodass jede dieser Powerbanks auf ihre Art empfehlenswert ist.

Die EasyAcc Powerbank PB10000CF empfiehlt sich aufgrund ihres ultra-kompakten Gehäuses und der LED-Taschenlampenfunktion für alle Anwender, die viel unterwegs sind, z.B. beim Zelten oder Wandern. EasyAcc integriert in seine Powerbank viele Schutzfunktionen zu einem günstigen Preis und ist mit einer Ladeleistung von 2,4 Ampere zudem ausreichend dimensioniert.

Die Anker PowerCore 10400 überzeugt durch eine Ausgangsleistung von maximal 3 Ampere, die dynamisch auf zwei USB-Buchsen verteilt werden. Hierdurch lässt sich mühelos ein Smartphone und eine Tablet gleichzeitig aufladen. Die Verarbeitung der Anker Powerbank ist ebenfalls hervorragend und bietet hierdurch das beste Gesamtpaket aus optimaler Ladeleistung, intelligenter Ladesteuerung und einem hervorragenden Preis-Leistung-Verhältnis.

Die RAVPower 10400 RP-PB07 bietet mit 3,5 Ampere die höchste maximale Ladeleistung der getesteten Powerbanks. Paralleles Aufladen zweier stromhungriger USB-Verbraucher ist hiermit also gar kein Problem. Leider ist die Ladeleistung den zwei USB-Buchsen fest hinterlegt, was den Umgang mit dieser Powerbank etwas erschwert. Wer mit diesem kleinen Makel und dem etwas höheren Preis leben kann, der erwirbt eine solide Powerbank, die ausreichend Leistung für den stromhungrigen Alltag bietet

Bilder der drei getesteten Powerbanks

Testbericht: Powerbank Test: EasyAcc, Anker und RAVPower
Veröffentlicht von: Jens Kobusch
Datum: 28. September 2015 – zuletzt aktualisiert am 2. Juni 2016
Bewertung: 4,5 von 5 Sternen
Empfehlung:
Die EasyAcc 10000 mAh Powerbank bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist zudem eine der kompaktesten Powerbanks auf dem Markt.
4.5